Grußworte

 

 

Leopold Grün Geschäftsführer der VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz

Leopold Gruen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Lehrerinnen und Lehrer,

endlich wieder Kino! Das ist die einhellige, erleichterte Reaktion der Besucherinnen und Besucher, aber natürlich auch der Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber und zahlreicher Akteure der Filmbranche auf die Eröffnung der Lichtspieltheater im Juli. Für uns heißt das: endlich auch wieder Schulkino! Mit ständig wechselnden Regularien den Weg zurück ins Kino zu finden, ist gerade für Kinder und Jugendliche und all diejenigen, die für die Schülerinnen und Schüler Verantwortung tragen, besonders herausfordernd. Bei all den Digitalisierungserfahrungen heißt das aber auch: Was bedeutet für uns Kino, was hat uns gefehlt? Kino – und das hat die Zeit des Verzichts verdeutlicht - ist nicht nur die Magie der großen Leinwand. Kino ist ein Ort der Konzentration auf ein filmisches Werk, zugleich aber auch ein so wichtiger Beitrag zum diskursiven Austausch. Mit anderen Kindern und Jugendlichen das Erlebnis Film zu teilen, ist eben auch ein Schritt heraus aus den digitalen Echokammern unserer Zeit.

Was haben wir gelernt? Die Digitalisierung ist kein Feindbild. Wir können sie produktiv und sinnvoll nutzen und unterschiedliche Formate erproben: aufgezeichnete Gespräche mit Filmemacherinnen und Filmemacher, Videoimpulse durch Filmvermittlerinnen und Filmvermittlern, kurze Clips zur Einführung, Gesprächsaufzeichnungen über Videoplattformen, digitale Live-Gespräche mit Experten und Expertinnen, die aufgrund von vollen Terminkalendern nicht den Weg ins Kino schaffen.

Viele Schulklassen konnten im Zusammenhang mit unseren Alternativangeboten erstmals an dem pädagogischen Programm der SchulKinoWoche teilnehmen. Viele dieser Programmformate werden wir für die Vor- und Nachbearbeitung weiterhin anbieten; und natürlich werden wir nicht blind darauf vertrauen, dass im Herbst alles so sein wird wie vor Corona.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei Ihnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer, für ihre Solidarität mit unserem Projekt, Ihren Glauben an das Kino und die Filmbildung bedanken. Viele von Ihnen haben uns in diesem schwierigen Jahr die Treue gehalten. Sie haben an Fortbildungen teilgenommen und unsere Bemühungen um ein gelingendes Ersatzprogramm unterstützt. Ein großer Dank geht aber auch an die Kinos, die nach einer unvergleichlichen Durststrecke in diesem Jahr wieder an Bord sind. Und wir hoffen, dass uns allen mehr denn je deutlich wurde, dass wir uns über die SchulKinoWochen hinaus um die Zielgruppe Kinder und Jugendliche bemühen werden!

An dieser Stelle aber ebenso ein herzliches Dankeschön unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern und den großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die SchulKinoWoche im letzten Jahr mehrfach neu- und umplanen mussten. Und nicht zuletzt danken wir auch den Förderern für ihr Verständnis und ihr Bekenntnis in dieser besonderen Situation!

Ihr
firma
Leopold Grün
Geschäftsführer der VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz



 

Grußwort der Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes, Christine Streichert-Clivot

Christine Streichert Clivot

Liebe Leser*in, liebe Lehrer*innen,

die SchulKinoWoche Saarland ist eine Erfolgsgeschichte. Vom 15. bis 19. November 2021 findet im Saarland nunmehr die 20. SchulKinoWoche statt. Ein Jubiläum, auf das wir im Saarland stolz sein können. Dieses im Saarland mitentwickelte und vom saarländischen Bildungsministerium unterstützte Projekt hat jedes Jahr seinen festen Platz im Programm der Landeszentrale für politische Bildung. In den vergangenen 20 Jahren tauschten insgesamt über 450.000 saarländische Schülerinnen und Schüler die Schulbank mit dem Kinosessel und haben sich Lerninhalte durch das Medium Film erschlossen. Sie konnten im Kino Zeitgeschichte hautnah miterleben und sich auch im Austausch mit Expertinnen und Experten mit politischen und gesellschaftlich relevanten Themen wie zum Beispiel Demokratie und Ökonomie oder Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie mit Fragen des digitalen Wandels und der kulturellen Integration auseinandersetzen.

Natürlich wird in diesem Herbst ein „normaler“ Kinobesuch noch nicht möglich sein. Auch bei der SchulKinoWoche Saarland wird ein Hygienekonzept angewandt, das im Einklang mit dem aktuellen Musterhygieneplan des Ministeriums für Bildung und Kultur steht. Doch dieses kulturelle Glanzlicht im saarländischen Schulkalender soll, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, so weit wie möglich in den Kinos stattfinden.
Auf die Schulen wartet wieder ein umfangreiches unterrichtsbezogenes Filmprogramm aus Spielfilmen, Dokumentationen und Animationsfilmen für alle Alters- und Klassenstufen, das zu Diskussionen über gesellschaftspolitische Fragestellungen und Herausforderungen anregt. So bieten Sonderprogramme die Möglichkeit, sich beispielsweise reflektiert mit dem vielschichtigen deutsch-türkischen Filmschaffen zu beschäftigen, das vielfältige Fragen und Aussagen über eine hybride deutsche Realität jenseits von Leitkulturen formuliert. Anlass ist der 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei. Auch das Thema Nachhaltigkeit steht wieder mit dem Motto „17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ ganz oben auf der Tagesordnung.

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk VISION KINO werden über 60 Filme gezeigt, die als besonders empfehlenswert einzustufen sind. Das moderne filmpädagogische Konzept wird ergänzt durch didaktische Unterrichtsmaterialien und Kino-Seminare mit Filmschaffenden und themenbezogenen Referentinnen und Referenten. Fortbildungen unterstützen die Lehrkräfte dabei, Kindern und Jugendlichen eine reflektierte Auseinandersetzung mit dem Medium Film zu ermöglichen und den Unterricht dadurch abwechslungsreich zu gestalten.

Viele unserer Schüler*innen setzen sich intensiv mit aktuellen Entwicklungen auseinander, stellen kritische Fragen, entwickeln eigene Positionen und treten aktiv für sie ein. Diese zutiefst demokratische Haltung wird in dem abwechslungsreichen Filmprogramm auf der Leinwand lebendig und in anschließenden Diskussionen reflektiert. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk VISION KINO werden über 60 Filme gezeigt, die als besonders empfehlenswert einzustufen sind. Ein begleitendes Fortbildungsangebot und umfangreiches didaktisches Begleitmaterial mit konkreten Anregungen für den Unterricht unterstützen die Lehrkräfte dabei, die Filme pädagogisch sinnvoll und reflektiert im Unterricht einzusetzen.

Die SchulKinoWoche ist eine tolle Gelegenheit, den Unterricht mit pädagogisch wertvollen Filmen und dem außerschulischen Lernort Kino zu bereichern. Allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrkräften wünsche ich dabei wertvolle und gute Film- und Lernerfahrungen.

Viel Spaß, wenn es heißt: Film ab!

Ihre
Minist
Christine Streichert-Clivot
Ministerin für Bildung und Kultur



 

 

 


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