Systemsprenger

Land:
Deutschland
Jahr:
2018
Regie:
Nora Fingscheidt
Laufzeit min:
125

Altersempfehlung: 16 Jahre

Klassenstufe von: 11 bis 12


Trailer:

Filminhalt:

Rosa Einhornsöckchen, ein zarter Kinderkörper, blasse Haut mit vielen Hämatomen. Auch im Gesicht: Wunden, blaue Flecke und eine blutige Lippe. Die neunjährige Benni wird untersucht, man will ihr stärkere Medikamente gegen ihre Wut verschreiben. Schon wenig später wird klar, wie unbändig Bennis Aggressionen werden können: Nach einem Streit mit anderen Kindern steht sie schreiend im Hof ihres Kinderheims und wirft mit Bobbycars um sich. „Ich will nach Hause zu Mama!“, schreit sie den Erzieher*innen entgegen. Aber das geht nicht. In Bennis neuer Wohngruppe informiert Frau Bafané vom Jugendamt Erzieher Robert, dass Benni ein frühkindliches Gewalttrauma erlitten habe, als ihr als Baby Windeln ins Gesicht gedrückt worden seien. Nur die Mutter dürfe Benni im Gesicht berühren. Wenig später reißt Benni aus und schafft es bis zur Wohnung der Mutter. Dort bekommt sie einen Wutausbruch, alssie sieht, dass der Freund ihrer Mutter immer noch dort wohnt und nicht, wie die Mutter versprochen hatte, ausgezogen war. Sie geht mit einer Vase auf ihre Mutter los, wird von deren Freund in einen Schrank gesperrt und schließlich von der Polizei abgeholt. Wenige Tage später soll Benni wieder die Schule besuchen. Sie rastet erneut aus, droht schreiend mit einem Messer und wirdvom Rettungsdienst auf einer Trage mit Medikamenten ruhiggestellt. Ins Krankenhaus wird sie von ihrem neuen Schulbegleiter und Anti-Gewalt-Trainer Micha begleitet. Nachdem es ihr wieder besser geht, zieht Benni in einer Inhobhutnahmestelle ein. Micha besucht sie und bringt sie dazu, mit ihm in die Schule zu gehen. Dort wird sie während des Unterrichts so lange gehänselt bis sie aufsteht, den Kopf einer Mitschülerin packt und mit voller Wucht auf die Tischplatte knallt. Benniöffnet sie sich Micha gegenüber immer mehr, in einem Gespräch aller beteiligten Fachkräfte wird allerdings deutlich, dass es in keiner Wohngruppe einen Platz fürdas Kind gibt. Andere Optionen sind im Gespräch oder beantragt, aber nicht entschieden. Benni muss also in der Inobhutnahmestelle bleiben. Micha schlägt schließlich eine dreiwöchige 1:1-Betreuung in einer Waldhütte vor. Voller Freude startet Benni mit Micha in das Abenteuer. In der Hütte berührt Benni eines nachtssanft das Gesicht ihres Betreuers. Außerdem sieht sie auf seinem Handy-Display ein Bild von Michas Frau und Sohn. Im Wald darf Benni mit einer Axt einen hölzernen Verschlag kurz und klein schlagen. Sie hat großen Spaß an der Zerstörung, jubelt am Ende, fällt mit Micha Bäume, macht mit ihm Feuer und genießt es, auf einer selbstgebauten Schaukel zu schaukeln. In einer Nacht nässt Benni ein. Sie zieht sich um und kuschelt sich dann in die Arme des schlafenden Micha. Halb schlafend kommt auch Micha näher. Als er aufwacht, erschreckt er über sich und wirft Benni im Affekt aus dem Bett. Benni rennt daraufhin weg und Micha findet sie erst am nächsten Morgen auf einem Bauernhof. Als sie nicht mit ihm kommen will, packt er sie voller Wut und trägt sie weg. Auf dem Heimweg macht er ihr klar, dass er seinen Job verlieren könnte, wenn sie abhaut. Benni will aber nicht zurück in die Inobhutnahmestelle, sie klammert sich an Micha und knallt ihren Kopf gegen die Seitenscheibe bis sie blutet und Micha nachgibt. Er nimmt sie für eine Nacht mit zu sich nach Hause. Dort, bei Micha, seiner schwangeren Frau Elli und seinem Sohn Aaron fühlt sie sich sichtlich wohl. Zurück in der Inobhutnahmestelle klammert sie sich an Micha, beschimpft andere Kinder, bespuckt Erzieher Marc und landet –ans Bett fixiert und vermutlich mit Medikamenten ruhiggestellt –wieder im Krankenhaus. Frau Bafané vom Jugendamt besucht mit Benni deren ehemalige Pflegemutter Silvia, die sich mittlerweile um das neue Pflegekind Justin kümmert. Benni wird in Aussicht gestellt, wieder bei Silvia einzuziehen, aber nur wenn sie sich mit Justin versteht. Micha teilt Frau Bafané dagegen mit, dass er darüber nachdenkt, den Fall abzugeben. Er verliere die nötige Distanz und habe Rettungsfantasien. Kurz danach scheint aber doch Bennis größter Wunsch wahr zu werden: Ihre Mutter teilt ihr mit, dass mit ihrem Freund Schluss sei und sie jetzt nur noch eine Arbeit finden müsse. Benni reagiert euphorisch und auch im Unterricht kann sie nun besser mit Frustration umgehen und zeigt gute Leistungen. Bei einem Teamgespräch teilt Bennis Mutter dann überraschend mit, dass Benni nun doch nicht zu ihr ziehen könne. Sie begründet ihren Schritt damit, dass sie manchmal Angst vorihrer Tochter habe. Benni reagiert fassungslos auf das gebrochene Versprechen. Einige Zeit später geht sie mit Silvia und Justin zum Eislaufen. Dort provoziert sie den Jungen, bis er ihr ins Gesicht fasst und sie deswegen die Kontrolle über sich verliert und ihren Kopf immer wieder auf die Eisfläche schlägt. In einer neuen Einrichtung wird Benni ein Intensivprojekt in Afrika vorgeschlagen. Sie will das auf keinen Fall, reißt aus und flüchtet zu Micha. Der ist darüber wütend, seine Frau setzt sich aber für Benni ein, sodass sie eine Nacht bleiben darf. Am nächsten Morgen nimmt sie Aaron aus seinem Bettchen, füttert ihn und spielt mit ihm. Als Elli aufwacht und ihr das Baby abnehmen will, weigert sich Benni. Sie schließt sich mit Aaron im Bad ein und Micha muss die Tür eintreten, um hineinzukommen. Dort finden er und Elli Aaron unversehrt in der Badewanne, Benni ist aus dem Fenster getürmt, irrt in winterlicherKälte durch einen Wald, bis sie im Krankenhaus aufwacht.Einige Zeit später verabschiedet sich Bennigemeinsam mit einem neuen Betreuer von Frau Bafané, um an dem Intensivprojekt in Afrika teilzunehmen. An der Sicherheitskontrolle fängt sie an zu rennen, läuft durch den Flughafen, öffnet schließlich eine Tür nach draußen, sprintet über eine Terrasse und springt.




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