Mein Vater der Gastarbeiter

Land:
Deutschland
Jahr:
1994
Regie:
Yüksel Yavu
Laufzeit min:
52

Altersempfehlung: 13 Jahre

Klassenstufe von: 8 bis 12



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Filminhalt:

Der deutsch-kurdische Regisseur Yüksel Yavuz erzählt in seinem Dokumentarfilm „Mein Vater, der Gastarbeiter“ von der Migrationsbiografie seines Vaters. Zwischen 1968 und 1984 arbeitete Cemal Yavuz als Schweißer in einer Hamburger Werft. Zwei seiner Söhne folgten ihm, während der Rest der Familie im kurdischen Teil der Türkei blieb. Doch während der Vater in „Klein-Istanbul“ — so nannte sich eine Barackensiedlung, in der die Werftarbeiter unterkamen — bei 10 Stunden-Schichten und dem Bewusstsein, dass man als Arbeiter austauschbar war, in Deutschland nicht heimisch wird, verändert sich zur selben Zeit die Heimat in der Türkei: Die Jungen gehen in die Städte und die Präsenz des türkischen Militärs ist spürbar und sichtbar. In „Germanistan“ wiederum gründen Cemals Söhne Familien. Mit allegorisch-melancholischem Ton kommentiert Yüksel Yavuz die Bilder, die zwischen der ländlich geprägten Gegend in der Türkei und der Schiffswerft eine große Distanz evozieren. Doch während Vater Cemal wieder in die Türkei zurückkehrt, haben viele Arbeiter*innen ihre Heimat zunehmend auch nach Deutschland geholt, und das einstige Land der Arbeit wird zum Land der Enkelkinder… Die Erinnerungen an die Türkei und die Erfahrungen in Deutschland formen neue Biografien, die Deutschland als Migrationsgesellschaft prägen.




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